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Abenteuer 2018-19

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Vieles kannte ich schon dank der Reisen mit Jürgen Grieschat (www.mottouren.de). Dadurch viel es mir leichter, die Ziele des heutigen Tages auszuwählen. Salapils wollte ich unbedingt sehen. Es ist immer wieder beeindruckend am Metronom zu sitzen und über den Park mit den Skulpturen zu schauen. Sapere aude ist ein lateinisches Sprichwort und bedeutet „Wage es, weise zu sein!“ Auch heute gibt es zu viele hochgebildete „Befehlsempfänger“, die unfähig sind sich mit ihren eigenen Gesetzen zu beschäftigen. Auch der Statthalter von Riga war „nur Befehlsempfänger“ und setzte die Beschlüsse der Wannsee-Konferenz durch, ohne dass es dazu eine gesetzliche Bestimmung gab.

Zweite Station ist der Kontrapunkt: Rundäle Pils. Als Livland russisch wurde war es modern, sich hier nach dem Vorbild der Deutschen ein kleines Sommerhäuschen oder Herrenhaus hinzusetzen. So setzte sich der russische Statthalter mal eben dieses Schloss im Rokoko und Barock hin. Heute zählt dieses „Versailles des Nordens“ zu den bedeutendsten Baudenkmälern Lettlands. Bescheiden hat das Schloss 138 Zimmer auf gut 7000 m² Wohnfläche. Im Park stehen über 300 000 Linden.

Dann ging es weiter. Alle Leute in Deutschland schimpfen über Grenzkontrollen. Aber wenn ich erzähle, dass die Grenzen im Baltikum genauso sind wie zwischen Deutschland und Österreich, dann werde ich müde belächelt. Na gut, machen wir eben einen Stopp um das zu genießen. Wird ja bald wieder anders sein, wenn wir nach Königsberg bzw. Kaliningrad reinfahren.

Den Berg der Kreuze zu erklären geht weit in den katholischen Glauben und die Gefühlswelt in Sarmatien hinein. Man kann es auch einfach auf sich wirken lassen, wenn man möchte. Diese Stätte ist so bedeutsam, dass alles für den kommenden Papst-Besuch in wenigen Wochen vorbereitet wird. Johannes Paul (Woitila) war 1993 hier und jetzt besucht Franziskus das Baltikum anlässlich des 100. Jahrestages der ersten Unabhängigkeit.

Danach müssen wir „Strecke machen“ ca. 200 km Autobahn ohne eine Raststätte oder Parkplatz. Zum Glück haben wir kurz vorher getankt. Es ist schon spät (18 Uhr) und Petra möchte in das Hotel. Aber bei 25 Grad und keine Wolke am Himmel muss man die Zeit nutzen. Also fahren wir noch zum geografischen Mittelpunkt Europas. Wer das nicht glaubt darf sich mal eine Europa-Karte vornehmen (ist in Deutschland nicht leicht zu bekommen!). Na gut, man hätte heute noch mehr machen können, aber es geht auf dieser Reise darum, einen Einblick in diese Länder zu erhalten. Reisen mit dem Motorrad ist nun mal sehr harter Sport und verlangt eine intensive und lange Vorbereitung was Kultur, Sehenswürdigkeiten und Straßenverhältnisse angeht. Oder man bucht (für viel Geld) einen Guide!

   

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