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Abenteuer 2018-19

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Eigentlich ein ganz simpler Tag. Aufstehen und ab 11 Uhr in die Stadt, Ermitage! Ich weiß nicht was die Leute an dieser Ausstellung finden. 3 Millionen Exponate im Palazzo Prozzo ist für nahezu alle, die noch nie in Petersburg waren ein absolutes MUSS. Aber muss ich nach Petersburg fahren um mir Möbel im Empire-Stil anzusehen? Kann ich nicht Rubens woanders besser sehen als hier? Muss ein DaVinci in Russland gezeigt werden? Kann man nicht besser (sofern man Kunstverständnis besitzt!) sich die überragenden Meister russischer Kunst woanders ansehen? Aber es muss wohl erst der Geist einfacher Bedürfnisse befriedigt werden bevor man die Besonderheiten des Landes versteht. Nach 4 Stunden haben wir uns einen Überblick in der „Einsiedelei“(=Erimitage) der Zaren verschafft. Danach geht es in die Sonderausstellung. Also freue ich mich, durch Säle mit Renoir, Matisse und anderen Impressionisten der Sonderausstellung durchzugehen. Was wäre die Alternative? Nun, das russische Museum wenige 100 m von der Ermitage entfernt bietet von alten Ikonen des 12. Jahrhunderts bis zum Sozialistischen Realismus und der inoffiziellen und zu Sowjetzeiten nicht veröffentlichten Kunst des 20. Jahrhunderts alles, was das Herz begehrt. Rubljow, Repin, Chagall, Kardinski und viele andere sind hier in umfangreichen Sammlungen vorhanden. Wem das nicht genügt der kann sich in diesem Museum Warhol, Beuys, Picasso und viele andere ansehen. Aber wie ein Magnet laufen täglich bis zu 14 000 Leute durch die Sammlungen europäischer Kunst in die Ermitage. Dabei gehört Russland eigentlich mehr zu Asien als zu Europa!

Der Kontrapunkt ist eine nette kleine Gaststätte auf einem Hinterhof. Wirtschaftlicher Unternehmergeist gepaart mit Sachkenntnis machen diese Erlebnisrestaurant zu einer Adresse, zu der ich gerne zurück kehren werde. Ganz anders das „Hard Rock Cafe“, dem wir einen Pflichtbesuch abstatten. Steril und vordergründig amerikanisch präsentiert es sich ohne jeden Charakter, wie in einer Systemgastronomie üblich.

Früh geht es zu Bett, denn Urlaub ist keine Erholung. Das Fazit Petersburg wird sich wahrscheinlich auch auf die anderen Städte durchziehen: Wenn man eine Reise unternimmt, sollte man sich vorher über das Land und seine Geschichte vertraut machen. Ansonsten hat man keine Chance, die Sehenswürdigkeiten einzuordnen. Wer ein Land bereist um mal da gewesen zu sein, sollt lieber Briefmarken sammeln.

PS: Selbstverständlich ist mein Motorrad fertig und ich kann es am Sonntag-Morgen zu den offiziellen Öffnungszeiten zwischen 9 Uhr und 21 Uhr abholen!

   

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